Tuesday, July 18, 2017

"Mitgemeint" einmal anders :-)

"Aufgrund der leichteren Lesbarkeit wird in Folge von Unternehmen gesprochen. Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen als einreichberechtigte Organisationen sind jedenfalls mitgemeint" (FFG-Femtech-Ausschreibungsleitfaden).

Friday, July 14, 2017

Neulich im Büro

Tuesday, July 11, 2017

Neuerscheinung: Kleider machen BibliothekarInnen

In der Reihe "Churer Schriften zur Informationswissenschaft" ist die Arbeit "Kleider machen BibliothekarInnen" von Marcella Haab-Grothof erschienen (open access).

//Ausgehend von einer amerikanischen Studie geht es in der vorliegenden Arbeit um die Frage, welchen Einfluss die Kleidung von Bibliothekspersonal auf die Kontaktaufnahme von Benutzenden hat. Es konnte gezeigt werden, dass die Kleiderfarbe, der Kleidungsstil sowie ein Namensschild einen Einfluss auf die Entscheidung haben, an welche/n Bibliothekar/in sich Kunden wenden, wobei formale, blaue Kleidung mit Namenschild der Favorit war. In erster Linie sind den Kunden der Kleidungsstil und das Namensschild wichtig. Die Kleiderfarbe, das Alter sowie das Geschlecht des Personals sind hingegen unwichtig. Dies wurde mit einer Online-Umfrage unter 1444 Bibliotheksnutzern und Nichtnutzern untersucht. Zusätzlich wurden sieben Personen in leitender Funktion aus ausgewählten Deutschschweizer Bibliotheken zu Kleidungsvorschriften in Bibliotheken interviewt. In der Deutschschweiz gibt es einige Bibliotheken, die ihren Mitarbeitenden Vorgaben für Kleidung und Erscheinungsbild machen. Die Erkenntnisse aus den Untersuchungen geben Hinweise, wie die Zugänglichkeit von Bibliothekspersonal verbessert werden kann.//

Hinweis aus Inetbib.

Monika Bargmann: A librarian's shoes, 27. Juli 2008, Flickr, CC-BY-SA.

Monday, July 10, 2017

Focus: "Merkel eröffnet Gipfel wie Büchereiangestellte" #g20

Die Journalistin Linda Hinz schreibt in dem Fokus-Artikel (AKA Meinung) "Merkel eröffnet Gipfel wie Büchereiangestellte" über das Auftreten von Angela Merkel am G20-Gipfel: "Alles an diesem Gipfel ist übergroß, das Sicherheitsaufgebot, die Gegendemonstrationen, die Aufregung, das Ego einiger Teilnehmer. Zwischen all dem wirkt die Bundeskanzlerin bei ihrem trockenen Eröffnungsstatement wie eine Büchereiangestellte, die einen Lesezirkel eröffnet. Doch diese Ausstrahlung ist keine Schwäche Merkels – es ist ihre Stärke". WTF?

Hinweis von Bibliotheken online auf Facebook.

Gewinner*innen des Marianne-Englert-Preises publizieren ausgezeichnete Beiträge in info7

//Im aktuellen Heft der Fachzeitschrift Info7 stellen die diesjährigen Gewinner*innen des Marianne-Englert-Preises ihre Arbeiten vor. Ab sofort sind die drei Beiträge auch online verfügbar.
Der Verein für Medieninformation und Mediendokumentation (vfm) zeichnete zum fünften Mal zukunftsweisende Nachwuchsarbeiten von Studierenden oder Absolventen aus den Bereichen Information, Dokumentation, Archiv und Bibliothek aus. Der Preis wurde am 25. April 2017 in Mainz während der Frühjahrstagung der Medienarchivare verliehen. In diesem Jahr gingen die mit jeweils 500 Euro dotierten Preise an ein Team von fünf Studierenden des Hasso-Plattner-Instituts Potsdam, an Catharina Boss (Technische Hochschule Köln/infoNetwork GmbH) sowie an Dr. Julia Lorke (Imperial College London).
In Vertretung der Gesamtgruppe präsentierten Moritz Finke und Julian Risch unter dem Titel "match me if you can" die semantische Aufbereitung von Fußball-Daten. Die jungen Medienwissenschafter zeigten, dass Fakten aus 60 Jahre Fußballgeschichte mit über 500 Mannschaften und 40.000 Spielern der Champions League sowie der 1. und 2. Bundesliga, auch mit einfachen Mitteln innovativ verknüpft und visualisiert werden können. Siehe auch Info7 (2017), Nr. 2, S. 37-43.
Catharina Boss wurde für eine Arbeit ausgezeichnet, die sich mit kuratierten Twitterlisten beschäftigt. Social Media Content gewinnt für die mediale Berichterstattung zunehmend an Bedeutung – und stellt Journalisten wie Mediendokumentare vor die Herausforderung, relevante Inhalte aus vertrauenswürdigen Quellen zügig auffindbar zu machen. Um Struktur in die Datenflut sozialer Netzwerke zu bringen, gibt es eine Vielzahl an Werkzeugen und Methoden, die Boss verglichen und bewertet hat. Siehe auch Info7 (2017), Nr. 2, S. 44-47.
Dr. Julia Lorke beschäftigte sich ebenfalls mit einem Thema aus dem Bereich Social Media. Sie untersuchte das Potential sozialer Netzwerke zur Interaktion zwischen Radiomachern und Hörern. Ob Radioprogramme Facebook, Twitter & Co bereits für einen echten Austausch zwischen Produzenten und Publikum nutzen, oder lediglich als kostengünstiges Marketinginstrument hat Lorke am Beispiel ausgewählter Wissenschaftssendungen geprüft. Siehe auch Info7 (2017), Nr. 2, S. 48-51.// Quelle: medoc.

P.S. Und wer war Marianne Englert? Englert leitete 42 Jahre lang das Archiv der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Vorsitzende der Fachgruppe der Medienarchivare im Verein Deutscher Archivare und Mitbegründerin des vfm Verein für Medieninformation und Mediendokumentation. Mehr dazu in einem Artikel zu ihrem 90. Geburtstag.

Wednesday, July 05, 2017

Seminar "Im Wald sind viele Worte – Waldpädagogische Textwerkstatt für Kinder und Jugendliche"

Seminar "Im Wald sind viele Worte – Waldpädagogische Textwerkstatt für Kinder und Jugendliche"

Mit dem Wald lernen Kinder und Jugendliche einen neuen Lebens- und Erfahrungsraum kennen. Die schriftliche Schilderung des Erlebten ist sinnstiftend für das einzelne Kind und gemeinschaftsbildend, wenn in einer Gruppe ein Text gemeinsam erarbeitet wird. Dabei entwickelt sich vor allem auch eines: der emotionale Bezug der Kinder und Jugendlichen zum Wald. In diesem waldpädagogischen Seminar wollen wir unter besonderer Berücksichtigung des Lebens- und Erfahrungsraums Wald Möglichkeiten kennenlernen, mit Kindern Wörter zu finden, Ideen zu haben und Geschichten zu schreiben.

Programm

9.00 bis 9.10 Uhr Begrüßung. DI Martin Krondorfer, Forstliche Ausbildungsstätte Pichl
9.10 bis 12.30 Uhr Impulsreferate:

  • Ein kurzer Überblick über die Grundlagen der Sprach- und Schreibförderung bei Kindern
  • Mögliche Inhalte und Themen zum Wortefinden, Dichten und Schreiben mit Kindern im Wald.
  • Kreative Dicht-, Schreib- und Arbeitstechniken im waldpädagogischen Umfeld.
13.30 bis 17.30 Uhr Praxis im Forstgut Pichl:
  • Erproben von verschiedenen für waldpädagogische Führungen geeignete Wort- Schreib- und Zeichenübungen.
  • Im Austausch mit den anderen Kursteilnehmer/innen konkrete, für die eigenen Interessen geeignete Spiel- und Schreibsituationen entwickeln.
ReferentInnen

  • Dr. Susanna Harringer, Lektorin und Übersetzerin
  • Wolf Peterson, Verlag Guthmann- Peterson, Wien
  • Julia Pfeiffer, BA, Skandinavistin und Übersetzerin von Kinderbüchern
Organisatorisches:

  • Seminarbeitrag*: € 60,00 (gefördert), € 100,00 (ungefördert).
  • Verpflegung: € 16,30 (inkl. Getränke)
  • Termin: Freitag, 4. August 2017
  • Ort: Forstliche Ausbildungsstätte Pichl, St. Barbara im Mürztal
  • Dieses Seminar ist auch Bestandteil der Waldpädagogikausbildung und wird als Modul D (10 Stunden) anerkannt.

Tuesday, July 04, 2017

Die Bibliothek vor ... Jahren. Kolumne 1/2017: Privatbibliotheken

Begleiten Sie mich auf eine kleine Reise: Wir schreiben das Jahr 1660, wir befinden uns im obersteirischen Seckau. Die Stadt hat gerade das Marktrecht erhalten; das Kloster stellt das geistige und religiöse Zentrum des gesamten Herzogtums dar. Gehen wir ein paar Schritte zum Haus des Hofbindermeisters Blasius Peer. "Der Fassbinder", so erinnert heute eine Tafel, "verfügte damals schon über einen beachtlichen Bücherschatz von 16 Exemplaren". Welche Bücher Blasius sein Eigen nannte, verrät uns die Tafel an seinem Haus leider nicht. Eine Bibel und ein Almanach oder Kalender werden wohl darunter gewesen sein.

Begeben wir uns jetzt auf eine zweite Reise: vom Handwerker des 17. Jahrhunderts zum Herrscher des 18./19. Jahrhunderts, vom steirischen Dorf in die Reichshaupt- und Residenzstadt Wien. Franz II. (I.). begründete bereits im Alter von siebzehn Jahren eine Bibliothek "bloß zum Privatgebrauche", die später als Fideikommissbibliothek ein Teil der Nationalbibliothek wurde. Die Privatbibliothek "enthält 40,000 Bände der kostbarsten Werke aus allen Fächern und Wissenschaften, auch mehre seltne Manuscripte, Incunabeln und andere bibliographische Seltenheiten", schreibt Karl August Schimmer im Jahre 1837.

Die letzte Etappe führt uns vom Kaiser des 18./19. zum Universitätsprofessor des 21. Jahrhunderts, von Wien nach Mailand. "Ich besitze fünfzigtausend Bücher. Wenn jemand eines aus dem Regal nimmt und es an anderer Stelle zurückstellt, geht es mir auf immer verloren", sagte Umberto Eco im Jahr 2010 in einem Gespräch mit Felicitas von Lovenberg für die FAZ. In einem Video mit mittlerweile über einer Million Zugriffen kann man sich staunend einen Einblick von der Zeit machen, die Eco benötigte, um seine Privatbibliothek zu durchschreiten – vom Lesen noch gar keine Rede.

Angesichts einer solchen Sammlung stellt sich auch die Frage, wie man mit einer häufigen, aber ungeliebten Frage ungläubiger BesucherInnen umgeht: Ob man die denn alle gelesen hätte? Eco empfiehlt als Erwiderung: "'Nein, das sind die, die ich bis nächsten Monat lesen muß, die anderen hab ich in der Uni'. Eine Antwort, die einerseits eine sublime ergonomische Strategie suggeriert und andererseits den Besucher veranlaßt, den Moment des Abschieds vorzuverlegen".

Einen Tipp für die inhaltliche Ausrichtung der eigenen Privatbibliothek – ob klein oder groß – gab Karl Preusker im Jahre 1840: "Sey sie von noch so beschränkter Bändezahl, so möge sie, neben der zu begünstigenden Geistesklarheit und Kenntnißvermehrung, wie der ebenso unerläßlichen Rücksicht auf Haus und Familie, Gemeinde und Staat, auch durch ansprechende Dichtungen zur Erheiterung und angeregten edlen Frohsinnigkeit mitwirken".

Kennzeichnung der Bücher aus der Privatbibliothek von Hiram A. Wilson (* 1812), Penn Libraries call number: AC8 G5415 846t. Flickr, C0 Public Domain.

Literatur
Umberto Eco: Wie man eine Privatbibliothek rechtfertigt. In: Sämtliche Glossen und Parodien. München / Wien: Hanser 2002, S. 336-338 (auch in: Wie man mit einem Lachs verreist und andere nützliche Ratschläge. München: dtv 1995
Felicitas von Lovenberg: Sind Sie der ideale Leser, Signor Eco? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. Dezember 2010
Karl Preusker: Über öffentliche, Vereins- und Privat-Bibliotheken so wie andere Sammlungen, Lesezirkel und verwandte Gegenstände. Leipzig: Hinrichs 1839/40
Karl August Schimmer: Neuestes Gemälde von Wien in topographischer, statistischer, commerzieller, industriöser und artificieller Beziehung. Wien: Sollinger 1837, S. 100


Die bisher erschienenen Kolumnen in dieser Reihe: 4/2016 (Bildschirmtext), 3/2016 (Verhaltensvorschriften), 2/2016 (Beleuchtung), 1/2016 (Frauen in Bibliotheken). Zum Nachlesen im Original-Layout siehe Büchereiperspektiven.

Monday, July 03, 2017

Die Bibliothek vor ... Jahren. Kolumne 4/2016: Bildschirmtext

Ausgabe 4 meiner Kolumne "Die Bibliothek vor ... Jahren" in den Büchereiperspektiven befasste sich mit dem Bildschirmtext.

"Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen", sagte – je nach Quelle – Mark Twain, Karl Valentin, Niels Bohr oder Winston Churchill. Und natürlich ist es leicht, rückblickend über nicht eingetretene Prophezeiungen zu schmunzeln. Die Welt ist noch immer nicht untergegangen, die kalte Fusion liefert uns auch heute keine Energie, der weltweite Bedarf an Computern hat fünf Stück bei Weitem überschritten – und Bildschirmtext in Bibliotheken setzte sich nie wirklich durch.

Bildschirmtext oder BTX war vor 35 Jahren "the next big thing". Für diese Anwendung – nicht zu verwechseln mit Teletext oder Telex – waren eine Telefonleitung, ein Fernseher und ein Computer erforderlich. Über die Telefonleitung wurden Texte oder einfache Bildsymbole von einem Computer der Senderin auf einen Fernsehschirm beziehungsweise Computermonitor der Empfängerin übertragen. Die Kosten wurden pro abgerufene Seite über die Telefonrechnung verrechnet. Sogar Chats, Online-Shopping und Online-Banking waren möglich. Wie konnten Bibliotheken BTX nutzen? "Wer ein besonders für Gelegenheits- oder Laien-Nutzer geeignetes 'Fenster' zur fachlich-sachlichen Information und Kommunikation benötigt, für den wird Bildschirmtext ein attraktives Instrument moderner Informationsvermittlung darstellen", schrieb Harald H. Zimmermann im Juni 1982. Clemens Deider beschrieb im Band 17 des "Bibliotheksdienst" vom Februar 1983 die speziellen Anwendungsmöglichkeiten für Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken: "Die augenfälligste Zielgruppe ist der Bibliotheksbenutzer, der über den Medien- oder Titelbestand einer Bibliothek, über seinen Standort und seinen augenblicklichen administrativen Zustand (z.B. ausgelehen, vorbestellt usw.) informiert sein möchte". Außerdem könnten die Bibliotheken das Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) über BTX abrufen und hätten somit eine "schnellere und bequemere Erwerbungsart" zur Verfügung. "Nicht zuletzt dürfte die schlichte Information der Bibliothek über ihre Anschrift, Öffnungszeiten, besondere Schwerpunktsammelgebiete, Haltestellen und Zeiten von Bücherbussen, aktuelle Information über kurzfristige Schließungen, Terminänderungen usw. für den Bibliotheksbenutzer von Interesse sein". Es böte sich für die BenutzerInnen auch an, Ankaufsvorschläge, "die sonst aus Bequemlichkeit unterbleiben", so zu übermitteln.

In Österreich gab es Bildschirmtext von 1981 bis 2001, dann wurde der Dienst endgültig eingestellt. Das Internet und später das World Wide Web hatten dem BTX schon lange den Rang abgelaufen.

Klaus Nahr: Museum für Kommunikation - Depot Heusenstamm - Btx 03. Unser Btx - ruf doch mal ab. Flickr, 2010, CC-BY-SA

Quellen:

Friday, June 23, 2017

Romanistisches Besäufnis

Wednesday, June 21, 2017

Anwendbar bei Gehaltsverhandlungen? ;-)